Montag, 16. Februar 2009

In eigener Sache!

...aber ich lasse Euch in meiner Offenherzigkeit gerne an diesen Gedanken teilhaben =)


Ich sitze und stricke.
Nein, nicht in einem Schaukelstuhl, obwohl mir der Gedanke gar nicht missfällt.
Mein Baby schläft im Beutel. Ein Beuteltier?
Kleine Hände liegen ausgebreitet auf dem Busen meiner Natur. Ruhe und Frieden breiten sich in mir aus, wenn ich den gleichmäßigen Atemzügen lausche und das Auf und Ab eines kleinen Rumpfes, an mir herunterschauend, sehen kann.
Ich bin eine Mutter. Die Erde ist unsere Mutter. Ich erde also mein Baby durch mir als Mutter auf unserer Mutter Erde. Ein fast erhebendes und nicht minder erhabenes Gefühl, welches mir bei diesem Gedanken zuteil wird.

Neulich habe ich eine Schwangere sagen hören: „ Ich liiiiiiiiiiebe dieses Baby jetzt schon so seeehr!“

Ich konnte nichts erwidern. Gedanken fingen an Purzelbäume zu schlagen. Wie war das denn bei mir in diesem „Stadium“? Welche Gefühle hatte ich? Mir kam diese Aussage irgendwie so erdrückend vor, für so ein kleines, zartes, ja – hilfloses Wesen.
Liebe? Was ist sowieso Liebe als solches? Eine Frage über die sich schon so manche Philosophen ihren Kopf zerbrochen haben mögen.
An dieser Stelle lassen wir diese Frage auch einfach mal offen stehen.

Ich grüble weiter.
Wie war es nach der Geburt? Kurz davor? Wie ist es jetzt?
Die Gefühle verändern sich – phasenweise, möchte ich sagen.

Ich habe mich von Anfang an und in jeder Phase geehrt gefühlt, dass eine kleine Seele uns erwählt hat, eine Weile lang auf sie aufzupassen.
Als dieser kleine Mensch dann auf der Welt war, habe ich meine Aufgabe übernommen.
Selbst – verständlich habe ich Handgriffe ausgeführt. Mich in ein neues Leben eingeführt und –gefügt. In jeder Phase, in der dieses kleine Wesen anfing mir mehr mit seinen Gesten und Zeichen zu begegnen, wuchs mein Gefühl. Ich kann diesem Gefühl gar keinen Namen geben und irgendwie möchte ich das auch gar nicht. Es ist ein sich selbst verstehendes, sprich „selbstverständliches“ Gefühl. Ein Gefühl, das ganz einfach von Tag zu Tag wächst. An Volumen und Raum zunimmt. Sich- quasi -breit macht in seiner gleichwertigen Natürlichkeit, sodass ich, im Großen und Ganzen, gar nicht darüber nachdenke, geschweige denn das Bedürfnis habe, es ins Außen zu kommunizieren.
Ich glaube jeder Mensch, der seine Augen (wieder) fein justiert, aus dem Herzen heraus sehen zu können, der kann diese Art Gefühle sehen, erkennen und fühlen.

Wir – teilen sie jederzeit gerne!

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